Nachrichten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Do | 17.09. | 18:18 Uhr

Piraten Ahoi. Von der Commons-Logik in Parteien

Autor: Silke Helfrich Goldstar

„Es mag sein, dass mal eine Zeit kommt in der auch Commons-Logik in Parteien möglich wird. Zur Zeit und bei den Piraten geht es nach hinten los.“ (vía)

Commons-Logik wäre :

  • nachhaltig, inklusiv und ko-kreativ Wirtschaften und Handeln sowie die Regeln miteinander (in den entsprechenden communities) so gestalten, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht „automatisch“ (“Das System ist eben so.“) dem individuellen Verwertungsinteresse zum Opfer fallen
  • die Interessen der Anderen in meinem Handeln mitdenken (“Ich brauche die Anderen und die Anderen brauchen mich.“

Es liegt auf der Hand, dass z.B. eine piratige Umweltpolitik der Schritt in eine programmatisch aufregende Richtung wäre, den die Grünen oder die Linken auch in umgekehrte Richtung gehen könnten. Aber dafür braucht es bei den Grünen wohl noch etwas Zeit und bei den Piraten etwas anderes als das, was Benni hier zusammenfasst.

Auf den etwas unseligen Mob-Begriff kann man getrost verzichten, find ich; glaub zudem nicht, dass per Definition „klassische Parteistrukturen“ und „Rituale“ an dem Desaster Schuld sind – aber den wesentlichen Kritikpunkten und dem temporären Stimmentzug kann ich nur zustimmen.

Schade, verdammt! Sieht sonst jemand Land? Ich glaube schon, dass wir eine Commonsdenke in ein paar Partei-Köpfen brauchen, denn es gibt ein paar Herausforderungen, die wir auch nicht dadurch bewältigen, dass wir das Kind (Staat und repräsentative Demokratie) mit dem Bade ausschütten. Vielmehr heißt  Commons denken AUCH, den Staat neu denken.


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Kategorie: Leseempfehlung für Thüringen, Politikerbeiträge

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